Drei wie Pech und Schwefel King Harbor 1996. Es ist wieder ein toller Sommertag. Im Straightaways geht es hoch her, denn es ist ein großes
Fest in Planung. Die Besitzerin des Restaurants hat sich etwas ganz besonderes vorgenommen. Zum 25jährigen Jubiläum will sie alle ihre alten Freunde einladen. Auf ihrer Liste finden sich Namen wie Dooley,
Joanna Parisi, die Mädels von der Contessa und nicht zu vergessen die drei ehemaligen Privatdetektive Cody Allen, Nick Ryder und Murray Bozinsky. Seit sie sich vor 10 Jahren getrennt haben, ist es sehr ruhig
auf dem Pear 56 geworden. Max sitzt in Gedanken an alte Zeiten versunken und überlegt was aus den Dreien wohl geworden ist. Die beiden Volleyball spielenden Draufgänger Cody und Nick und den immer zu Witzen
aufgelegten Murray. Als sie sich vor 10 Jahren trennten, geschah es nicht, weil sie sich nicht mehr vertragen haben, nein zwischen den Dreien hat immer eine ganz besondere Freundschaft bestanden. Sie haben
einfach beschlossen, ein paar Jahre getrennte Wege zu gehen. Die Feier im Straightaways wäre ein guter Anlass zu sehen, was sie so getrieben haben in den letzten Jahren. Max schreibt die Einladungen und
bringt sie zur Post. Cody hatte schon immer von einer Familie geträumt. Es ist nicht so, dass er die Zeit der Freiheit und der Abenteuer nicht genossen hätte, aber wenn ein Mann älter wird,
sehnt auch er sich nach Geborgenheit und etwas Ruhe. Er kaufte sich ein kleines Häuschen und bekam einen Job bei einem Sicherheitsdienst. Seine Menschenkenntnis und sein gekonnter Umgang mit anderen Menschen
haben ihn heute zu einem bekannten Leiter eines gefragten Sicherheitsdienstes in L.A. gemacht. Auch familiär hat sich einiges in seinem Leben verändert. Er lernte ein nettes Mädchen kennen und bald darauf
heirateten sie. Heute ist er Stolz auf seine Familie und seine kleine Tochter. Die Liebe zur See hat er aber nicht verloren. Die Riptide, dass Schiff auf dem er so viele tolle Abenteuer mit seinen Freunden
erlebte, hat er heute noch. Oft fährt er mit der Familie hinaus auf hohe See und denkt an die alten Zeiten zurück. Als Cody an diesem Tag die Post aus dem Briefkasten holt, ist da auch
ein Brief vom Pear 56. Cody denkt erst an eine Rechnung, aber eigentlich waren die Liegeplatzkosten schon längst bezahlt. Der Brief enthält eine Einladung ins Straightaways. Cody überlegt, wie lange es schon
her ist, dass er dort mit seinen Freunden Nick und Murray gesessen und den Abschluss eines Falles gefeiert hat. Oder wie oft sie mit den Mädels der Contessa hinter dem Rücken vom Mama Jo dort essen waren.
Ein leichtes Schmunzeln geht über sein Gesicht. Aus den Augen haben sich die Drei nie richtig verloren, aber so intensiv wie damals ist der Kontakt nicht mehr. Er kann es kaum erwarten die Zwei wieder zu
sehen. (Am selben Tag einige Kilometer entfernt.) Nick kommt von einem anstrengenden Dienst nach Hause. Die Post nimmt er gar nicht so richtig war, er wirft sie auf den Tisch und kann nur
noch an seine Dusche und sein Bett denken. Seit zwei Tagen hat er nicht mehr richtig geschlafen, aber nun ist der Fall endlich abgeschlossen und er kann sich ein paar Stunden Ruhe gönnen. Morgen früh
erwartet ihn Derek schon wieder im Büro. Nick Ryder hatte schon immer eine Spürnase für verzwickte Fälle. Er konnte seinen Job als Detektiv nicht einfach so an den Nagel hängen. Dafür gab es
viel zu viel Ungerechtigkeit auf der Welt. Joanna Parisi, mit der die Jungs gut bekannt waren, unterstützte ihn, bei der Polizei von King Harbor einen Posten zu bekommen und er machte seine Sache
ausgezeichnet. Bald war er unter den Kollegen angesehen und jeder respektierte ihn. Denn sie wussten, auf Nick konnte man sich 100% verlassen. Auch dem damaligen Staatsanwalt blieben Nick´s Qualitäten nicht
verborgen. Er machte ihn zu seinem persönlichen Detektiv. Auch mit dem Sozius des damaligen Staatsanwaltes schloss Nick schnell Freundschaft und die Drei wurden ein unschlagbares Team. Seit dem ist viel Zeit
ins Land gegangen. Der Staatsanwalt verstarb leider vor einiger Zeit, was Nick sehr mitgenommen hat, denn er verlor mit ihm einen guten Freund. Sein Sozius Derek rückte an die Stelle des
Bezirksstaatsanwaltes und die Arbeit musste fortgesetzt werden, denn die Verbrecher kennen keine Ruhepause. Als Nick unter der Dusche hervor kommt und sich aufs Bett wirft, fällt sein Blick
wieder auf die Post. Zwischen einigen anderen Briefen entdeckt er den Absender vom Straightaways. Er öffnet ihn und beginnt zu lesen. Max lädt ihn zum Jubiläum des Lokales ein und viele seiner alten Freunde
auch. Sofort denkt Nick an Cody und Murray. Das waren noch Zeiten, als sie zwar unabhängig waren, aber auch oft ohne Geld fast jeden Job angenommen hatten. In Gedanke an diese Zeit schläft Nick völlig
erschöpft ein. Aus dem Haus in das wir jetzt schauen wollen, ertönt ein seltsames Geräusch. Ein Summen und brummen und dann kommt ein witziger Roboter den Gartenweg entlang gesurrt. Er öffnet
den Briefkasten und sucht nach Post. Als er sie in seinen Händen hält, kehrt er zum Haus zurück. Von drinnen kommt die Frage: "Roboz ist etwas wichtiges dabei, oder wieder nur Werbung?" Ein
drahtiger, hochaufgeschossener Mann mit einer geklebten Brille tritt aus der Tür. "Ein Brief, Murray", antwortet Roboz. "Ein Brief? Bestimmt wieder nur eine Rechnung." Murray setzt sich
auf die Veranda und öffnet den Brief. Eine Einladung zum Pear 56. "Man Leute, da werde ich endlich wieder Nick und Cody treffen." Murray hat seine beiden Freunde wohl am meisten vermisst, denn sie
waren die Einzigen, die ihn so akzeptiert haben wie er eben war. Als sie ihn damals zu sich geholt haben, hätte er nie gedacht, dass sie ihm mal so wichtig werden würden. Viele hatten Boz
bis dahin nur akzeptiert, weil sie aus seinem Wissen Profit schlagen wollten. Richtige Freunde waren sie nie. Bei Nick und Cody war das anders. Nach der Trennung hat sich Murray wieder in
die Arbeit gestürzt. Er machte verschiedene Experimente die für manche wissenschaftlichen Bereiche einen Durchbruch bedeuteten, entwarf ausgefallene Schaltungen und Computerspiele. Auf vielen Kongressen und
in Schulen war er ein gern gesehener Redner. Über lange Weile konnte er sich nicht beklagen, aber seine Freunde und die Abenteuer mit ihnen fehlten ihm. Nun sollte es also wieder ein Zusammentreffen geben.
"Roboz, du wirst es nicht glauben, wir fahren zum Pear 56 und lassen alte Erinnerungen wieder aufleben. Ist das nicht irre." Mit seinem typischen Lachen geht Murray gefolgt von seinem Roboter ins
Haus zurück. Im Straightaways ist der große Tag gekommen. Alles ist vorbereitet. Max steht am Eingang und
begrüßt jeden ihrer Gäste persönlich. Zuerst kommen die Mädels von der Contessa. Auch die früheren Crewmitglieder erscheinen zum Fest. Da sind Bamby, Tammy, Lorain und die Anderen. Viele sind verheiratet
haben Kinder oder gehen ihrem Beruf nach. Sofort fangen sie an über die alten Zeiten zu reden, in denen sie noch mit Mama Jo Touristen über das Meer gesegelt haben. Auch daran, wie sie sie immer vor den
Männern beschützen wollte. Sobald Cody oder Nick sich nur der Contessa genähert haben, ist Mama Jo auf sie losgegangen. Aber heimlich haben es die Mädels doch immer mal geschafft sich mit den Jungs zu
treffen. Gerade als Joanna Parisi die Einfahrt herauf fährt, biegt ein roter Jimmy um die Ecke. Sie ahnt wer da hinter dem Steuer sitzt und sie hat sich nicht getäuscht. Cody steigt aus und
hat auch Joanna schon bemerkt. Beide begrüßen sich herzlich. Was Joanna zuerst auffällt ist, dass Cody sein süßes Bärtchen abrasiert hat. Machte doch gerade das ihn so interessant. "Ich habe es
abgelegt, als wir drei uns vor zehn Jahren getrennt haben. Es war so, als wenn es mich immer mit der Detektei verband." Joanna will natürlich wissen, was Cody in der ganzen Zeit gemacht hat und auch ob
seine beiden Freunde Nick und Murray kommen. Max will die Geschichte auch hören und bittet die Zwei nicht auf dem Parkplatz Wurzeln zu schlagen. Plötzlich ertönt ein lautes klappriges Geräusch und in einer
Nebelwolke nähert sich ein Hubschrauber. Cody braucht sich gar nicht umzudrehen, denn dieses Geräusch wird er wohl auch in 50 Jahren nicht vergessen haben. Ein grinsender rosa Hubschrauber landet direkt vor
dem Straightaways. "Ich dachte, dieses alte Ding ist endlich auf dem Schrottplatz gelandet" lacht Cody. Nick springt aus dem Hubschrauber und begrüßt seinen alten Freund. "Fängst du
schon wieder an Mimi zu beleidigen. Ich konnte sie einfach nicht verschrotten lassen. Hat sie uns doch immer so treue Dienste geleistet. Wenn ich Zeit habe, bringe ich sie immer ein bisschen auf Vordermann.
Du siehst ja, sie fliegt immer noch." "Mehr oder weniger", meint Cody lachend. Nick will natürlich wissen, ob Murray schon da ist und was er so getrieben hat. Aber der lässt noch auf
sich warten. Auch Nick begrüßt Joannna und alle Drei gehen ins Straightaways. "Toll, dass du uns alle eingeladen hast.", sagt Nick und legt seinen Arm um Max. Die ist aber etwas nachdenklich, denn
irgendwann muss sie den Jungs reinen Wein einschenken und ihnen sagen, dass es nicht nur eine Einladung zum Jubiläum ist, sondern, dass sie die Hilfe der Drei braucht. Alle haben sich viel zu erzählen und
Nick entdeckt zuerst den Mann am Eingang mit kariertem Jackett und dem Rechenschieber am Gürtel. "Hey Murray altes Haus, komm rüber, wir haben schon lange auf dich gewartet." Hinter Murray summt es
verhalten und Roboz betritt vorsichtig den Raum. "Man Cody, kuck dir das an, Roboz ist auch mitgekommen. Ist ja fast wie in alten Zeiten." Murray kommt zu den Jungs an den Tisch. "Hey Leute,
habt ihr mich schon vermisst? Was habt ihr so getrieben? Ich habe Mimi draußen stehen sehen. Wisst ihr noch wie Roboz mal ihren ganzen Saft verbraucht hat und wir auf dem Teetisch von dem Verbrecherboss Mike
Santana gelandet sind?" Nick kann sich nur zu gut daran erinnern. Hat es ihnen doch fast den Kopf gekostet. "Cody sag mal, hast du denn die Riptide noch?" "Natürlich, ich konnte mich
nicht von ihr trennen. Ich habe alles so gelassen, wie wir es vor 10 Jahren verlassen haben. Wollen wir nicht mal rüber gehen und uns wieder wie zu Hause fühlen?" "Klar eine gute Idee, komm Murray,
schnapp dir Roboz und wir gehen wieder an Bord." "Toll, ist ja irre, wir werden wieder Detektive. Man, wie hab ich diese Zeiten vermisst." Die Drei gehen rüber zur
Anlegestelle und Nick kann seine Begeisterung kaum verbergen. "Murray schau dir das an, die Riptide ist überhaupt nicht älter geworden. Man Cody, du hast den Kahn wirklich toll in Schuss gehalten.
Man hätte denken können, dass er irgendwann mal untergeht, nachdem ihn die Verbrecher oft zu einem Schweizer Käse verarbeitet haben. Lass uns schnell reingehen und sehen wie es drinnen aussieht." Die
Drei klettern auf das Boot. Wie früher müssen Nick und Cody ihrem Freund helfen, denn er hat es immer noch nicht gelernt den richtigen Weg zu wählen. "Jungs, wisst ihr was? Ich komme mir so vor, als
wäre ich gerade mal kurz beim Bäcker gewesen, nur dass mir jetzt ein paar Knochen mehr weh tun. Man kommt sich vor als wäre man wieder in die alten Zeiten zurück gekehrt. "Und wirklich, Cody hat kaum
etwas an der Inneneinrichtung verändert. Klar sie ist etwas moderner geworden, aber die Drei würden sich schnell wieder zurechtfinden. Nick staunt, dass Cody sogar sein kleines Modell von der Mimi noch hat.
"Kathy", Codys Tochter, "konnte sich einfach nicht von dem Staubfänger trennen. Ihr größter Wunsch ist es mal mit der schreienden Mimi zu fliegen." "Na den Wunsch kann ich ihr doch
erfüllen." "Du glaubst doch nicht etwa, dass ich meine Kleine mit Deiner Schrottkiste fliegen lasse." "Nun hör aber auf, Mimi ist bis jetzt immer wieder gut auf die Erde zurück
gekommen." "Ja, du meinst wohl so als wir damals von einer Kugel getroffen auf einer Insel notlanden mussten." "Das hätte jedem anderen Hubschrauber auch passieren können."
"Jungs, hört auf euch zu streiten. Setzen wir uns doch und trinken einen Kaffee, eben so wie früher, wenn wir einen Fall besprochen haben. Roboz schau dir das an, der Kaffee aus dieser Kanne muss jetzt
ein tolles Aroma haben. Cody hat sie wohl 10 Jahre lang nicht ausgespült." "Nun hör aber auf Murray, du weißt doch, man soll den natürlichen Alterungsprozess nicht unterbrechen." Murray reicht
allen einen Kaffee und sie setzen sich. Kurz sind alle drei total in Gedanken versunken. Nick bricht zuerst das Schweigen. "Wisst Ihr was, ich musste oft an euch denken, wenn ich nachts Verbrecher
beschattet habe. Früher haben wir das immer gemeinsam getan und einer konnte sich auf den anderen verlassen. Dann war ich völlig auf mich allein gestellt. War schon gar nicht so einfach die
Umgewöhnung." "Ich konnte mich auch nicht so schnell umgewöhnen, immer wenn ich bei einer Firma ein neues Sicherheitssystem vorgestellt habe, habe ich an Murray denken müssen. Er würde es ganz
sicher schaffen, es zu umgehen. Wir hätten manchmal ganz schön alt ausgesehen, hätten wir ihn nicht auf unserer Seite gehabt. Denk doch nur mal daran, als wir keine Beweise gegen ... hatten. "
"Trag bloß nicht so dick auf, ihr seit doch ohne mich auch ganz gut zurecht gekommen. Aber ich muss euch sagen, missen möchte ich die Zeit mit euch nicht. Sie hat mir eine ganze Menge gegeben. In euch
habe ich wahre Freunde gefunden." Die Drei sind vollkommen in ihr Gespräch vertieft und haben gar nicht gemerkt, dass Max an Bord gekommen ist. "Hallo Jungs! Na wie fühlt man sich in der alten
Umgebung?" Nick braucht ihr nur kurz in die Augen zu schauen um zu sehen, dass irgend etwas nicht in Ordnung ist. "Max was ist los? Du warst vorhin schon so nachdenklich. Hast du gedacht, mir ist
das nicht aufgefallen?" "Hör auf Nick, da bekommt man ja ein schlechtes Gewissen. Es stimmt aber wirklich, ich habe ein Problem, nur ich weiß nicht, ob ich euch damit behelligen kann. Es geht um
meinen Sohn." Die Drei schauen sich fragend an. "Du hast einen Sohn? Das wusste ich gar nicht." "Ja ich habe es niemanden erzählt, weil ich nicht gerade stolz auf ihn sein konnte. Er hat
einiges ausgefressen. Aber seit einigen Jahren war er sauber und hat mir beim Geschäft geholfen. Nun ist er seit einigen Tagen verschwunden und ich vermute, dass ihm etwas zugestoßen ist. Joanna kann mir
nicht helfen, weil er eben kein unbeschriebenes Blatt ist und es ja möglich ist, dass er wieder in dunkle Geschäfte verwickelt ist." Cody steht auf und bietet Max einen Platz und einen Kaffe an.
"Und was sollen wir für dich tun? Joanna könnte ja recht haben." Max setzt sich und hält den Blick nach unten gesenkt. "Ja, dass stimmt schon, aber könntet ihr das nicht herausfinden?"
Nick runzelt die Stirn und Murray sieht Cody fragend an. Der bricht zuerst das Schweigen. "Max wir arbeiten nicht mehr zusammen. Jeder hat seine eigenen Aufgaben." Max weiß das, aber sie weiß auch,
dass die Drei immer geholfen haben, wenn sie es nur konnten. "Ich bitte euch nur um diesen kleinen Gefallen." Man merkt, wie es in den Dreien arbeitet. Sie würden Max gern helfen, aber sie haben
sich alle nun ein eigenes Leben aufgebaut das sie voll in Anspruch nimmt. "Cody hör zu, Derek schuldet mir noch ein paar Tage Urlaub, die könnte ich nehmen und ein paar Nachforschungen anstellen."
Auch Murray hat sich entschlossen. "Ich habe im Moment auch nichts bestimmtes vor. An der Uni sind Ferien und meine Basteleien können auch ein paar Tage warten." Nick schaut seinen Freund an.
"Wie sieht es mit dir aus?" Cody ist zwar mit seiner jetzigen Arbeit sehr zufrieden, aber wieder einen Fall gemeinsam mit seinen Freunden zu lösen, dass reizt auch ihn. "OK, meine Leute können
auch ein paar Tage auf mich verzichten." Max blickt die Drei lächelnd an. "Heißt das, ja?" Die Jungs antworten fast alle gleichzeitig. "Ja, wir übernehmen den Fall." Murray springt
auf. "Ich glaube es einfach nicht, wir sind wieder im Geschäft, Jungs wir lösen wieder einen Fall zusammen. Da muss ich gleich einige Dinge besorgen. Was brauche ich alles." Murray ist total aus
dem Häuschen, die Jungs müssen ihn erst einmal wieder beruhigen. Ehe sie aber anfangen können brauchen sie noch nähere Informationen. Alle drei setzen sich wieder und Cody bittet Max, ihnen die ganze
Geschichte zu erzählen. "Steve hat früher im Hafen gearbeitet. Dort ist er mir Leuten zusammen gekommen die Drogen geschmuckelt haben. Geld hat ihm schon immer imponiert und da hat er mit ihnen
gemeinsame Sache gemacht. Er kannte sich im Hafen gut aus und hatte auch gute Kontakte in die Stadt. Es hat nicht lange gedauert, da war er bis an die Spitze des Drogenringes vorgedrungen. Er hatte sich
vollkommen von mir losgesagt. Für mich war das auch besser so, denn sonst hätten sie sich bei Schwierigkeiten an mich gehalten. Das ging einige Jahre so, bis sein bester Freund starb. Er wurde von einem
Streifenpolizisten erschossen, als er diesen angeblich mit einer Waffe bedroht hat. Die Polizei hat zwar Nachforschungen angestellt, wie sie es in solchen Fällen immer tut, aber der Fall wurde dann schnell
zu den Akten gelegt. Steve wusste aber, dass sein Freund nie eine Waffe getragen hat, denn er hatte panische Angst davor. So begann er selber nach Beweisen zu suchen. Er hat rausgefunden, dass sein Bos
seinen Freund umgebracht hat, weil der Angst hatte, Steve könnte eines Tages die Fronten wechseln und ihn verraten. Er hatte sich gedacht, wenn er Steves Freund umbringt, dann hat er ihn an einer wunden
Stelle getroffen und gleichzeitig den Hass auf die Polizei geschürt. Seit diesem Zeitpunkt hat Steve für beide Seiten gearbeitet, bis er dann schließlich vollkommen ausgestiegen ist. Die ganze Sache
wurde von der Staatsanwaltschaft so genial gelöst, dass Steve nicht einmal ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen werden musste." Nick wird nachdenklich. "Ich kann mich an diesen Fall gar nicht
erinnern." Das kann Max ihm erklären. "Zu dieser Zeit warst Du schon einige Zeit in Hawaii. Du kannst davon also gar nichts wissen." Max erzählt weiter. "Steve hat sich dann vollkommen
aus diesem Milieu zurückgezogen und ist wieder zu mir gekommen. Einige Jahre lief das ganz gut, bis plötzlich eines Abends ein Mann in mein Lokal kam und Steve sprechen wollte. Als ich ihm sagte, dass der
nicht da sei, hat er mir gedroht meinen Laden zu zerstören und mich umzubringen, wenn Steve sich nicht freiwillig meldet." Cody unterbricht Max´s Erzählungen. "Warum bist Du nicht gleich zur
Polizei gegangen?" Nick kann ihm die Frage beantworten. "Weil jeder dort sich gleich an Steves Vorgeschichte erinnert hätte und sie hätten auch nichts tun können, denn es ist ja nichts weiter
passiert." Max fängt an zu weinen, sie ist völlig am Ende und weiß nicht mehr ein noch aus. Cody versucht sie zu beruhigen. "Max, wir werden gleich morgen damit anfangen der ganzen Sache
nachzugehen. Geh jetzt nach Hause und schlaf erst einmal etwas." Max nickt und ist froh, dass die Jungs ihr helfen wollen. Bevor sie anfangen, müssen sie Drei noch ein paar Dinge
klären. Cody ruft zu Hause an und sagt seiner Frau bescheid, dass er ein paar Tage auf dem Boot bleiben wird. Diese ist nicht begeistert davon, denn sie kennt ihren Mann und kennt jeden der Fälle die die
Drei früher gelöst haben. Wenn er jetzt auf dem Boot bleibt, dann gibt es sicher wieder einen Fall zu lösen und das macht ihr Angst. Cody bittet sie sich keine Sorgen zu machen, aber das ist leicht gesagt.
Ist er doch schon einmal fast gestorben als er an einer Tankstelle angeschossen wurde. Sie hatten einen Fall übernommen, bei dem ein Vater seinen Sohn gesucht hat. Durch Murrays Computertechnik war er
schnell gefunden. So schnell und ohne große Komplikationen hatten sie einen Fall noch nie gelöst. Es stellte sich aber heraus, dass es nicht der Vater des Jungen war. Als die Vier an der Tankstelle ankamen
eröffnete der angebliche Vater das Feuer und der Junge schoss zurück. Dabei würde Cody schwer verletzt. Murray erschoss den Jungen aus Notwehr und konnte so schlimmeres verhindern. Es stand damals ziemlich
auf der Kippe und die Ärzte hatten alle Hände voll zu tun um Cody wieder auf die Beine zu bringen. Nun begab er sich wieder in diese Gefahr. Sie wusste aber auch, dass sie ihn davon nicht abbringen konnte,
denn Freunden zu helfen hat bei ihm immer an erster Stelle gestanden. Nick hat Derek aus dem Schlaf
geklingelt. Der kann es nicht fassen, dass Nick ihn wegen des Urlaubs mitten in der Nacht anruft. "Bist du von allen guten Geistern verlassen, mich deswegen zu wecken." Nick versucht ihn zu
beruhigen, denn er weiß, dass er Dereks Hilfe sicher brauchen wird. "Hör zu Derek, ich brauche den Urlaub jetzt dringend, denn ein Freund braucht meine Hilfe. Du hast auch etwas gut bei mir." Derek
ist mittlerweile putz munter und hört Nick aufmerksam zu. "Ich habe etwas gut bei Dir? Wann löst Du denn die vielen anderen Sachen ein, die ich schon bei Dir gut habe? Aber kann ich dir denn irgendwie
helfen?" Nick ist froh, dass Derek danach fragt. "Im Moment nicht, wir müssen erst einmal ein paar Nachforschungen anstellen und dann melde ich mich wieder bei dir." "Pass auf dich
auf." Derek weiß, dass es eigentlich überflüssig ist das zu sagen, denn Nick hat schon immer seinen eigenen Kopf gehabt. Da dies nun alles geklärt ist, könne die Jungs erst einmal
schlafen gehen. "Wo ist eigentlich Murray?" fragt Nick ganz verdutzt. In diesem Moment bemerkt auch Cody, dass er nicht mehr da ist. "Ich weiß nicht, als ich gerade telefoniert habe, war er
doch noch da. Der Schlüssel vom Jimmy ist auch weg." Plötzlich rumpelt es auf dem Deck. Die Zwei stürmen nach oben und als sie die Ursache sehen, könne sie sich nur fragend ansehen. "Murray, was
soll denn das? Ich war froh, dass der Mist von meinem Schiff verschwunden war." Murray bleibt der Mund offen stehen. "Mist, Mist sagst Du zu meiner Computertechnik. Das ist das Neueste und
Modernste was es auf dem Markt gibt. Ich kann es nicht fassen, er sagt einfach Mist dazu." "Nun krieg Dich mal wieder ein Murray. Was willst Du mit dem ganzen Zeug hier?" Murray kann diese
Frage nicht verstehen. "Na ich denke, wir lösen wieder einen Fall und Ihr müsst doch zugeben, dass ihr ohne meine Computertechnik, die Cody gerade als Mist bezeichnet hat, nicht sehr weit kommen
werdet." Das müssen die Zwei leider einsehen. Beide zucken mit den Schultern und helfen Murray beim ausladen. "Anschließen musst Du es aber morgen früh, jetzt gehen wir erst einmal schlafen." Am nächsten Morgen steht Cody vor dem Spiegel und überlegt, ob Joanna nicht vielleicht doch Recht haben könnte. "Zählst Du Deine Falten?", tönt es aus dem Hintergrund. Cody hatte gar
nicht bemerkt, dass Nick hinter ihm stand." Cody hebt die Augenbrauen, denn er kennt den Sarkasmus seines Freundes. "Nein, Joanna meinte nur, ihr fehlt mein Bärtchen." Nick muss sich das
lachen verkneifen. "Das hat Dich auch nicht klüger gemacht, aber wenn ich es mir recht überlege, könnte sie schon recht haben. Die Mädchen sind ja darauf geflogen." Nick verschwindet
kopfschüttelnd. Cody schaut noch kurz in den Spiegel, winkt ab und folgt dann seinem Freund. Vom anderen Ende des Schiffes kommt schon das vertraute klappern der Tastatur. "Murray sitzt wahrscheinlich
schon wieder Stunden am Computer. Mal sehen, ob er schon etwas herausbekommen hat." Wenn es ihn einmal gepackt hat, dann findet er keine Ruhe bis er etwas gefunden hat. "Na alter Junge, schon etwas
gefunden?" Murray bekommt fast einen Herzschlag, so vertieft war er in seine Arbeit. "Nick, musst Du mich immer so erschrecken? Hast Du keine Achtung vor einem Genie, wenn es arbeitet?" Nick
schaut Cody an und beide können sich das Lachen kaum verkneifen. Bevor die Beiden in schallendem Gelächter ausbrechen fragt Cody: "Murray, hast du schon etwas gefunden, was uns weiterhelfen kann?"
"Na ja, ich habe erst einmal den Polizeicomputer angezapft und mir Steves Akte angesehen. Auch die von seinem Freund Mike. Beide hatten ganz schön etwas auf dem Kerbholz, aber Max scheint Recht zu
haben. Mit dem Tod seines Freundes hört die Liste von Steves Straftaten auf. Er scheint jetzt sauber zu sein, aber wer das Drogengeschäft kennt, weiß, dass die keinen davonkommen lassen. Einfach
aussteigen gibt es da nicht. Einige Anhaltspunkte habe ich aber gefunden. Dort sollten wir anfangen zu suchen. Steve hat damals gegen den berüchtigten Drogenboss Savage ausgesagt und ihn hinter Gitter
gebracht. Vielleicht hat der etwas geahnt und einen seiner Söhne auf Steve gehetzt." Cody will wissen wie viel Söhne Savage den hat. "Er hat zwei, Randy und Kevin und eine Tochter Julie. Randy
arbeitet am Hafen und Kevin leitet in der Stadt die Geschäfte des Vaters weiter." "Und was ist mit der Tochter?" fragt Cody. Von der habe ich bis jetzt leider noch nichts gefunden. Ist richtig
merkwürdig. Es muss doch irgendwo einen Hinweis über sie geben." "Also, wo fangen wir an Jungs?" "Du bleibst hier und suchst weiter nach Hinweisen über die Tochter." "Aber wieso
Cody, immer muss ich hier hocken und ihr übernehmt dir schwierigen Sachen. Ist ja bald schon wieder wie früher, da musste ich auch immer hier hocken." "Murray, du weißt doch, dass wir mit dem
Computer nicht halb so gut umgehen können wie du." Da muss Murray den Jungs leider recht geben. Zwar sind beide in den letzten Jahren nicht darum herum gekommen sich auch mit dieser Technik zu
beschäftigen, aber die Arbeit auf der Straße liegt ihnen doch mehr. Nick beschließt sich am Hafen umzusehen und Cody will Kevins Geschäfte unter die Lupe nehmen. "Seit vorsichtig Jungs", ruft
Murray hinter ihnen her, aber die Beiden sind schon längst über alle Berge. "Siehst Du Roboz, es hat sich nichts verändert. Da wollen wir mal keine Müdigkeit aufkommen lassen und den Jungs beweisen,
dass wir auch etwas drauf haben. Völlig vertieft in die Suche nach Informationen über Julie, bemerkt Murray nicht, wie sich jemand auf das Boot geschlichen hat. Aber Roboz sind die Geräusche nicht entgangen
und er zupft Murray am Arm. "Roboz lass das, ich habe mich gerade in den CIA-Computer eingelogt", aber Roboz lässt nicht locker. "Was machst du den bloß?" Nun bemerkt auch Murray, dass
sich etwas auf dem Boot tut. Er schleicht leise aus seiner Kabine und die Treppe hinauf. Ein Schlag auf den Kopf lässt ihn erst einmal die Zeit vergessen. Nick ist gerade auf dem Weg zu Derek als er Roboz
Signal erhält. Irgendwie weiß er instinktiv, dass Murray etwas passiert sein muss. Auch Cody hat das Signal erhalten und wendet sofort den Jimmy. Als beide auf dem Boot ankommen, kommt Murray gerade wieder
zu sich. Beide helfen ihm auf und wollen wissen was passiert ist. "Kann man dich nicht für ein paar Stunden allein lassen ohne das du dir die Rübe einschlagen lässt." "Ich kann über deine
Witze überhaupt nicht lachen. Irgend jemand war auf dem Boot." Cody schaut sich um, kann aber nicht feststellen, dass etwas fehlt. "Es kann doch keiner wissen, dass wir wieder an einem Fall
arbeiten." "Es sei denn,..." "was meinst du Nick mit, es sei denn..?" "Es sei denn, dass man Max beschattet hat, weil man Steve nicht finden konnte und sie vermutet haben, dass
Max mit uns geredet hat. Es war ja auch nicht zu übersehen, dass Murray seinen ganzen Computermist.." Murray fällt Nick ins Wort. "Das ist kein Mist". "Ja, entschuldige Murray, deine
hochwissenschaftliche Ausrüstung an Bort gebracht hat." "Ja aber was haben die hier an Bort gesucht und woher wissen die, wer wir sind? Wir haben doch noch nicht einmal richtig angefangen."
"Da muss einer ziemlich nervös sein, dass wir Steve eher finden als er." "Wenn niemand etwas vom Boot geholt hat, dann hat er vielleicht etwas gebracht." "Wieso gebracht, Cody? Dann
hätte er es mir doch geben können und mich nicht k.o. schlagen müssen." "Du hast ihn vielleicht dabei gestört Murray, weil wir es nicht mitbekommen sollten." Murray begreift immer noch nicht,
was Nick damit sagen will. Nick winkt Cody zu ihn an Deck zu folgen. "Denkst Du, was ich denke, Cody?" "Sicher, Murray hat Roboz noch die Sensoren, um Wanzen zu entdecken?" "Waaas
hast Du neuerdings Wanzen an Bort?" "Man Murray, nun reiß dich endlich mal zusammen und denk nach." "Oh man, na klar, Wanzen." "Kannst du es noch lauter schreien. Hat er
nun noch oder hat er nicht?" "Natürlich hat er noch, ich habe in den letzten Jahren immer wieder an der Verbesserung dieses Sensors gearbeitet. Ich werde euch das mal erklären..."
"Murray, bitte verschone uns, du weißt doch, dass du aus uns eh keinen technischen Genies machen wirst. Könntest du bitte Roboz auf die Wanzen ansetzen." Murray murmelt vor sich hin und will nicht
verstehen, warum seine Freunde so wenig Verständnis für seine Technik haben. "Nicks Vermutung war richtig und Robozt hat die Wanzen schnell gefunden. "Schmeiß sie über Bord." "Warte mal,
vielleicht bringen uns die Dinger weiter." "Wie weiter?" "Na überleg doch mal, wer die Dinger hier an Bord gebracht hat, wollte etwas von uns erfahren, was ihn brennend interessiert.
Versuchern wir uns das doch zu nutze zu machen." "Murray, irgendwie müssen die Dinger doch auch abgehört werden oder ein Signal zu einem Aufnahmegerät senden. Wenn wir das verfolgen, müssten wir
doch unseren Mithörer schnell finden. Oder?" "Stimmt, Cody, du hast etwas dazu gelernt in den letzten Jahren." Cody zieht die Augenbraune hoch und schaut Nick an. Der kann sich ein Schmunzeln
nicht verkneifen. "Die Wanzen sind zwar nicht mehr so primitiv wie damals, aber ich bin auch mit der Zeit gegangen und habe Roboz weiterentwickelt." "Wollen wir die Mimi nehmen oder den
Jimmy?" "Nick, wir brauchen die Mimi nicht zu strapazieren." "Wieso?" "Weil es heutzutage Computerprogramme gibt, die dir genau den Ort sagen können, wo du den Mithörer
findest." "Wir brauchen also nicht einmal von Bord zu gehen?" "Nein brauchen wir nicht." "Also, dann schieß los, wo finden wir den k.o. Schläger?" "Erinnere mich bloß
nicht daran, da tut mir gleich wieder alles weh. " Murray gibt einige Daten in den Computer ein und nun heißt es warten. "Der Mithörer sitzt außerhalb, auf einer Farm im Topanga Canyon."
"Also, nichts wie hin." "Was ist mit mir, soll ich wieder hier bleiben und mir die Finger auf der Tastatur wund schreiben oder mir den Kopf einschlagen lassen?" "Nein, Murray,
diesmal nehmen wir dich mit." "Klasse, ihr werdet es nicht bereuen. " Nick sieht Cody an und meint: "Tue ich jetzt schon." Als die Drei auf der Farm ankommen ist alles ruhig dort.
"Es gibt kein Wachpersonal und auch sonst ist alles ruhig. Ist wohl keiner zu Hause." Murray du siehst dich auf dem Gelände um und wir schauen hinter dem Haus nach." "Aber Murray keine
gewagten Einsätze." "Ist schon gut Cody, ich bin alt genug um selber auf mich aufzupassen." "Na hoffen wir es." "Also los." Nick und Cody schleichen sich vorsichtig hinter
das Haus. Am Pool liegt ein junges Mädchen in der Sonne. Beide geben sich zu erkennen. "Hallo, wir suchen den Besitzer des Hauses." "Das bin ich, was wollen sie und wie sind sie hier
herein gekommen?" Cody nähert sich und versucht ihr Vertrauen zu gewinnen. "Die Vordertür war verschlossen und auf unser klingeln hat auch niemand gehört. Ich bin Cody und das ist mein Freund
Nick." "Vielleicht hatte es einen Grund, dass niemand gehört hat." "Entschuldigung, aber wir haben ein paar Fragen an sie und können damit nicht warten bis es ihnen mal genehm ist mit uns
zu sprechen." Cody will Nick bremsen, aber der ist sauer und mit Recht. "Sie haben auf unserem Boot eine Wanze installiert und wir wollen wissen warum." "Ach sie sind das. Ich will mit
ihnen nicht reden, verschwinden sie." Cody versucht es noch einmal auf die ruhige Tour. "Hören sie zu, sie sehen nicht aus wie ein Ganove und wir wollen nur wissen, warum sie uns nachspioniert
haben." "Na gut, sie geben ja doch keine Ruhe. Mein Name ist Julie." Nick und Cody schauen sich fragend an und die Frage kommt fast beiden gleichzeitig über die Lippen: "Etwas Julie
Savage?" "Ja, Julie Savage, woher kennen sie meinen Namen?" "Oh das ist eine lange Geschichte, vielleicht erzählen wir sie ihnen einmal, wenn wir mehr Zeit haben." "Wieso also
haben sie uns eine Wanze an Bord geschmuggelt und dabei unseren Freund fast erschlagen?" "Ich habe niemanden fast erschlagen, ihr Freund kam mir nur in die Quere und da wusste ich mir nicht
anders zu helfen. Wo ist ihr Freund übrigens?" Nick und Cody hatten Murray fast vergessen. Wo aber war er nur abgeblieben. Das Gelände konnte doch nicht so groß sein. "Hören sie Julie, wir müssen
schnell unseren Freund suchen und dann unterhalten wir uns weiter. Einverstanden?" "Schon gut, ich werde mitsuchen." Als die Drei losgehen wollen, hören sie leise Hilferufe. "Nick das
kann nur Murray sein." Die Drei rennen los und als sie auf die Weide kommen, können sie sich das Lachen nicht mehr verkneifen. Der gute Murray wollte anscheinend eine Ziege einfangen, die aus dem
Gehege ausgebrochen war und nun hing er halb auf ihr halb unter ihr. "Jungs, Jungs helft mir." "Murray, solltest Du Dich nicht nur auf dem Gelände umsehen? Eine Ziege ist auch für dich zu
klein zum reiten." "Lass diese Witze nick und hilf mir lieber." Ohne zu zögern geht Julie auf die Ziege zu. "Na komm Sonnenschein, dein Ausflug ist beendet." Nick und Cody sehen sich
fragend an "Sonnenschein"? Vollkommen erschöpft lässt Murray die Ziege los. "Wäre ich nur auf dem Boot geblieben. Meine Computer reißen wenigstens nicht aus." Julie hat die Ziege wieder
in ihr Gehege gebracht und geht wieder zu den Jungs. "Stellt ihr euch immer mit solchen Aktionen bei den Leuten vor?" "Nein eigentlich nicht." Die vier gehen wieder zum Haus zurück.
"Eigentlich Jungs bin ich froh, dass ihr die Wanze gefunden habt. Ich habe eben nichts von meinem Vater geerbt. Der hätte sich ganz sicher nicht erwischen lassen." "Wieso ist über sie nichts
zu finden in den Computern?" "Ich will mit seinen Machenschaften und der meiner Brüder nichts zu tun haben, deshalb habe ich meinen Namen gewechselt und meine bisherige Identität ausgelöscht."
"Das erklärt natürlich einiges." "Nun erklären sie uns aber warum sie eine Wanze auf unser Boot geschmuggelt haben..." "... ja und mich fast dabei erschlagen haben." "Hör
auf Murray, du lebst ja noch." "Ja aber nur, weil ich so einen dicken Schädel habe." "Also, warum?" "Ich war auch auf Max Party eingeladen und habe bemerkt, wie sie zu ihnen
aufs Boot gegangen ist. Da konnte ich mir an meinen zehn Fingern abzählen, was sie von ihnen wollte." "Woher wussten sie wer wir sind?" "Na hören sie mal. Sie sind doch am ganzen Pear 56
bekannt und ihre Fälle auch." "Das klärt aber noch nicht, woher sie wussten, was Max von uns will." "Stimmt, aber ich habe ihnen noch nicht die ganze Geschichte erzählt. Steves Freund
Mike war mein Verlobter und wie sie sich sicher denken können, war das in den Augen meines Vaters blanker Verrat an der Familie. Also lies mein Vater ihn umbringen und hoffte damit zwei Fliegen mit einer
Klappe zu schlagen. Er hoffte, dass Steve ihm nun noch mehr ergeben war und hatte das Problem mit mir auch aus der Welt geschafft." "Aber wie konnte er glauben, dass sie ihm das verzeihen würden,
wenn er den Mann den sie lieben umbringt?" "Liebe gibt es in den Augen meines Vaters nicht. Nur Mittel die den Zweck erfüllen und da passe ich nicht hinein. Nachdem ich herausbekommen hatte, was
mein Vater getan hat, lief ich weg und versuchte mich ohne ihn durchzuschlagen. Aber überall wo ich hinkam öffneten sich zwar die Türen als die Leute meinen Namen hörten, aber sie schlossen sich auch ganz
schnell wieder als sie merkten, dass ich mich von meinem Vater losgesagt hatte. Die Leute wollten einfach keinen Ärger haben. Steve war der Einzige der mir beigestanden und mir weitergeholfen hat. Ich war
erleichtert als mein Vater endlich hinter Gittern war. Es klingt grausam aber es war so. Steve ging dann zu seiner Mutter zurück und wir trafen uns ab und zu. Aber er musste vorsichtig sein, denn meine
Brüder passten ständig auf mich auf. Sie konnten zwar nicht beweisen, dass Steve gegen meinen Vater ausgesagt hat, aber in diesem Milieu reicht ein Verdacht schon zu um für jemanden das Todesurteil zu
fällen. Steve konnte meinen Brüdern aber erklären, dass er nicht gegen meinen Vater ausgesagt haben kann und sie glaubten ihm anfänglich auch. Randy ist aber sehr misstrauisch und wer traut eigentlich nur
sich selber. Einige Zeit gaben sie Ruhe, aber Steve wollte auch von ihren Geschäften nichts wissen und das machte sie von Neuem misstrauisch." "Wieso ist Steve aber nicht aus der Stadt
weggegangen?" "Er liebt seine Mutter über alles und ein Fortgang wäre wie ein Eingeständnis gewesen. Auch wollte er seine Mutter nicht allein lassen." Nick hatte Julie aufmerksam beobachtet
und ihm war der Glanz in ihren Augen nicht entgangen als sie über Steve sprach. "Vielleicht gab es aber noch einen Grund, warum er nicht die Stadt verließ?" "Wie meinst du das, Nick?"
"Ihnen bleibt wohl auch nichts verborgen?" "Meistens nicht. Menschen zu beobachten gehört nun mal zu meinem Job." "Stimmt, wir haben uns ineinander verliebt und das war eigentlich
das Schlimmste, was uns passieren konnte." "Ihr Vater hatte also das selbe Problem wieder, konnte es aber nicht selber aus der Welt schaffen, weil er im Gefängnis saß." "Richtig, aber ein
Savage wäre kein Savage, wenn er nicht auch über die Gefängnismauern hinweg agieren könnte. Er hat überall seine Mittelsmänner. Wir versuchten es geheim zu halten, aber Randy hatte in meinem Haus Wanzen
installieren lassen und so blieb es ihm nicht verborgen. Eines Tages stand er plötzlich vor uns. Er wollte, dass Steve sich von mir lossagt und wieder ins Drogengeschäft einsteigt." Steve ging zum
Schein darauf ein um endlich Ruhe zu haben." "Ihr Bruder hat es aber gemerkt und nun ist er hinter Steve her." "Viel schlimmer, Steve ist plötzlich verschwunden und weder mein Bruder noch
ich wissen, wo er untergetaucht ist oder ob ihm vielleicht etwas passiert ist." "Vielleicht ist Steve ja mit den Drogen durchgebrannt und macht nun seine eigenen Geschäfte." "Hören
sie, sie kennen Steve überhaupt nicht, also urteilen sie auch nicht vorschnell über ihn." "Die Vermutung liegt aber nahe. Einmal im Drogengeschäft, immer im Drogengeschäft. Man kann schnelles
Geld damit verdienen." "Das mag aus ihrer Sicht vielleicht richtig sein, aber Steve ist sauber, da bin ich mir hundertprozentig sicher." "Also, wo ist er dann?" "Wenn ich das
wüsste, hätte ich keine Wanze auf ihrem Boot installieren müssen. Werden sie mir helfen ihn zu finden?" Die Jungs schauen sich nachdenklich an. Die Geschichte klingt zwar glaubwürdig, aber Julie ist und
bleibt die Tochter eines Drogenbosses. Vielleicht will sie die Jungs auch nur benutzen um im Auftrag ihrer Brüder an Steve heranzukommen. "Nehmen sie es uns nicht übel, aber wir müssen über die ganze
Sache erst einmal nachdenken." "Ich nehme es ihnen nicht übel, aber bitte warten sie mit ihrer Entscheidung nicht zu lange, sonst suche ich auf eigen Faust weiter." Beim Herausgehen versucht
Cody Julie zu warnen: "An ihrer Stelle würde ich damit vorsichtig sein. Wenn ihre Brüder nur halb so gefährlich sind, wie sie es uns beschrieben haben, dann machen sie auch vor ihnen nicht halt."
"Haben sie eine Freundin oder Frau, Cody?" "Ja habe ich, warum?" "Würden sie dann nicht alles erdenkliche unternehmen um ihr zu helfen, wenn sie in Schwierigkeiten ist?"
"Würde ich." "Aber wieso vertrauen sie mir dann nicht?" "Ich habe nicht gesagt, dass ich ihnen nicht vertraue, wir wollen nur über die ganze Sache in Ruhe reden und nachdenken."
Die Drei verabschieden sich von Julie und fahren zur Riptide zurück. Auf der Fahrt sieht Nick sehr nachdenklich aus und Cody ist dies nicht entgangen. "Worüber denkst du nach?" "Ich bin
mir nicht sicher, was ich von Julie halten soll. Einerseits möchte ich ihr glauben, aber andererseits sagt mir mein Gefühl vorsichtig zu sein." "Also, ich glaube ihr was sie uns erzählt hat."
"Du glaubst doch jedem Murray." "Bist du da nicht etwas übervorsichtig Nick? Ich neige auch mehr dazu ihr zu glauben als an ihren Worten zu zweifeln." Cody und Murray können aber Nicks
Zweifel nicht einfach wegwischen und so beschließen sie erst einmal an ihrem Plan festzuhalten und die beiden Brüder zu beschatten. Es ist ein kühler Morgen am Hafen und man könnte denken,
dass hier alle nur ihrer täglichen Arbeit nachgehen. Ein hochaufgeschossener gutaussehender Mann gibt dem Vorarbeiter Anweisungen. "Wenn das Schiff hier anlegt, muss die Ladung schnell gelöscht
werden. Du bist mir für den reibungslosen Ablauf verantwortlich." "Ist klar Chef, aber was machen wir, wenn die Hafenpolizei eine Routinekontrolle macht?" "Lass das mal meine Sorge
sein, kümmere du dich mit deinen Männern um die Ladung. Wer ist übrigens der Gammler dort vorn am Pear?" "Ach der ist schon ein paar Tage hier. Ich glaube, er sucht Arbeit." "Denkst du,
dass man ihm trauen kann?" "Ich weiß nicht, er scheint harmlos zu sein, aber sicher kann man sich nie sein. Wie ein Bulle sieht er jedenfalls nicht aus." "Ich werde ihn mir mal
ansehen." "Sind sie vorsichtig Chef." "Was glaubst Du, wen du hier vor dir hast? Ein Savage ist immer vorsichtig." "Ich meinte ja nur." "Du sollst nicht meinen, du
sollst Deine Arbeit machen." Randy geht zum Pear und beobachtet prüfend den dasitzenden Mann. Nick hat bemerkt, dass er die Aufmerksamkeit des Mannes auf sich gelenkt hat. Er tut aber
gar nicht der Gleichen. Wenn er jetzt einen Fehler macht, dann war die Mühe der letzten Tage umsonst. Er hebt die Flasche und nimmt einen kräftigen Schluck daraus. Aus den Augenwinkeln beobachtet er aber
genau was der Mann tut. Dieser wirft ein paar flüchtige Blicke auf den Gammler und geht wieder. Nick glaubt, dass er nicht überzeugend genug war, aber er wird noch ein paar Tage aushalten und sein Glück
weiter versuchen. Sie haben einfach keine andere Möglichkeit um an Informationen zu kommen. Vielleicht hatten ja Cody und Murray mehr Glück. Cody zieht die Arbeit im guten Anzug vor. Sicher
wäre er mit dem Outfit seines Freundes auch nicht sehr weit gekommen in diesem Teil der Stadt. Kevin Savages Büro liegt in einem der teuersten Viertel von L.A. Wer zu ihm vordringen will, muss schon einen
guten Grund und vor allem einen Termin haben. Als Cody vor Mr. Savages Sekretärin steht, ist die sich sicher ihm keinen Termin gegeben zu haben. "Schauen sie doch einmal genau hin, mein Name ist Allen
und ich habe heute um 15.00 Uhr einen Termin bei Mr. Savage." "Nein, Sir, ich kann mich nicht erinnern ihnen einen Termin gegeben zu haben, aber wenn es sie beruhigt, dann sehe ich nach."
"Cody ist sich sicher, dass die Sekretärin seinen Namen finden wird, denn Murray hat sich am Abend zuvor in den Computer eingelogt und ihm so einen Termin verschafft. "Das ist mir ein Rätsel, sie
haben hier wirklich einen Termin. Da kann ich wohl nichts anderes machen als sie anzukündigen." Die Sekretärin ist missmutig, denn sie ist sich sicher diesem Mann keinen Termin gegeben zu haben.
"Mr. Savage, hier ist ein Mr. Allen von einer Sicherheitsfirma." Am anderen Ende erklingt eine barsche Stimme: "Ich brauche niemanden von einer Sicherheitsfirma. Er soll verschwinden."
Die Sekretärin klingt kleinlaut und Cody tut sie etwas leid. "Aber er hat einen Termin Sir und lässt sich leider nicht abwimmeln." "Wozu habe ich eine Sekretärin, wenn sie es nicht einmal
schafft jemanden abzuwimmeln. Schicken sie ihn schon rein." Cody ist erleichtert, denn er hatte schon fast nicht geglaubt vorgelassen zu werden. Hinter einem großen massigen Schreibtisch sitzt ein
ebenso massiger Mann. Er wirkt blump und zutraulich, ganz das Gegenteil der Stimme, die Cody gerade durch die Sprechanlage vernommen hat. Er glaubt leichtes Spiel mit ihm zu haben. Ohne Cody eines Blickes zu
würdigen sagt er: "Ich habe bereits eine der besten Alarmanlagen in meinem Haus. Was wollen sie also?" "Guten Tag Sir, mein Name ist Cody Allen." Der Mann schaut immer noch nicht auf und
seine Stimme klingt gereizt. "Und?" Cody wird es wohl doch nicht so leicht haben, wie er es sich gedacht hat. Wenn er hier Erfolg haben will, braucht er mehr als nur Überzeugungskraft. Er hofft
innigst, dass Murray den Code der Alarmanlage geknackt hat, sonst weiß er nicht, wie er hier lebend wieder rauskommt. "Sir, sie meinen eine der modernsten Alarmanlagen zu haben, aber ich glaube ihnen
beweisen zu können, dass sie mit ihr nicht sicher sind." Nun wird der Mann ernsthaft böse. "Was reden sie da für einen Blödsinn. Bis jetzt hat noch niemand diese Anlage überwinden können." In
diesem Moment kommt Murray zur Seitentür herein und Cody fällt ein Stein vom Herzen. "Bis jetzt vielleicht noch nicht, aber was sagen sie nun?" Einen Moment bleibt dem Mann die Stimme weg, aber er
hat sich schnell wieder unter Kontrolle. Er tastet unter dem Schreibtisch nach dem Alarmknopf. Murray ist so stolz auf seine Leistung, dass er bald schon übermütig wird. Er meint schmunzelnd: "Sie
brauchen es gar nicht versuchen, ihre Männer werden nicht kommen. Sie haben sich so sicher gefühlt, dass ich sie kurzerhand im Nebenzimmer eingeschlossen habe. Vielleicht sollten sie sich nicht nur eine neue
Alarmanlage, sondern auch gleich zwei neue Bodygarde zulegen." Cody schmunzelt leicht, aber er weiß auch das dieser Mann gefährlich ist und sie es nicht übertreiben dürfen. Deshalb lenkt er das Gespräch
wieder in eine andere Bahn: "Darf ich vorstellen: Murray Bosinzky, seines Zeichens Computerexperte." "Bozinsky? Irgendwie kommt mir der Name bekannt vor." "Kann sein, ich kann mit
einiger Bescheidenheit behaupten, dass ich schon einige Artikel veröffentlicht habe und auch wissenschaftliche Vorlesungen an der Uni halte." "Waren sie nicht auch mal Detektiv?" "Bin ich
und..." Cody fällt ihm ins Wort und wirft Murray einen strafenden Blick zu. "Das war vor über 10 Jahren, jetzt hilft er mir ab und zu Alarmanlagen an den Mann zu bringen und er ist ziemlich
überzeugend dabei, meinen sie nicht?" Aber Kevin Savage ist misstrauisch geworden. "Waren nicht auch sie Privatdetektiv Mr. Allen und es gehörte auch noch ein Dritter zu ihrem Team. Wie war nur
sein Name?" Cody muss langsam versuchen das Gespräch zu beenden sonst gerät ihm alles aus den Händen. Vor diesem Mann muss man sich wirklich in Acht nehmen, Julie hatte vollkommen recht. "Wie schon
gesagt, es ist über zehn Jahre her und wir haben uns seid dieser Zeit nur ab und zu einmal gesehen. Aber ich bin ja nicht hergekommen, um über meine alten Partner zu reden, sondern um mit ihnen ein Geschäft
zu machen. Ich wollte ich ihnen eine meiner besten und sichersten Alarmanlagen vorführen." Kevin Savage will aber nichts von einer Alarmanlage hören, denn der dritte Mann geht ihm einfach nicht aus dem
Kopf. "Mr. Allen, was macht ihr früherer Partner heute?" Cody beschließt sich zurück zu ziehen, denn er merkt, dass er hier so nicht weiter kommt. "Also, Mr. Savage, wenn sie immer noch
der Meinung sind, dass sie mir ihrer alten Alarmanlage sicher sind, dann gibt es für mich hier wohl nichts mehr zu tun. Komm Murray wir gehen." Cody und Murray gehen zur Tür, aber Kevin Savage gibt
nicht so schnell auf, denn er merkt, dass hier etwas faul ist. "Warum haben sie es plötzlich so eilig Mr. Allen, reden wir doch über ihre Anlage" "Nein Mr. Savage, ich habe gemerkt, dass sie
kein Interesse haben und um ehrlich zu sein, ich habe es nicht nötig zu betteln, dass mir jemand meine Anlagen abkauft. Sie sollten sich aber mit der alten Anlage nicht mehr so sicher fühlen. Falls sie es
sich anders überlegen, dann finden sie mich in der Olivera Street." Cody packt Murray am Arm und drängt ihn nach draußen. Er weiß, dass sie möglichst schnell von hier verschwinden müssen. Im Wagen atmen
beide wieder etwas auf. "Das war knapp. Denkst Du, dass er etwas mitbekommen hat?" "Ich weiß nicht, aber vor diesem Mann müssen wir uns in Acht nehmen. Wenn er Nachforschungen anstellt und
heraus bekommt was Nick heute macht, kann er sein Testament machen. Lass uns zur Riptide fahren vielleicht ist Nick ja schon da und wir können ihn warnen." Als Cody und Murray das Büro
von Kevin Savage verlassen haben, befreit dieser seine Bodygards aus dem Nebenzimmer. "Wie blöd seit ihr eigentlich, Euch von so einem Spinner einsperren zu lassen? Ich sollte Euch eigentlich entlassen,
aber ich werde euch noch eine Chance geben. Die Zwei waren Cody Allen und Murray Bozinsky, bekommt heraus was sie hier wollten." "Alles klar Chef." Kevin ist schon fast aus dem Zimmer, da
dreht er sich noch einmal um. "Irgendwie habe ich ein schlechtes Gefühl bei den Beiden. Sie waren früher Detektive und wer sagt uns, dass sie das nicht noch heute sind. Es gab da noch einen Dritten,
aber mir fällt einfach der Name nicht ein. Bekommt ihn heraus und auch was der Bursche heute treibt." Cody und Murray sind schon lange wieder auf dem Boot als Nick endlich
kommt. "Ich brauche erst einmal eine Dusche und saubere Klamotten. Na wie ist es gelaufen? Ihr sehr ja nicht gerade begeistert aus." "Nichts ist gelaufen, der Mann ist gerissener als ich
gedacht habe. Ich wollte ihm eine Alarmanlage aufschwatzen, aber er hat mich nach unserer Vergangenheit ausgefragt. Vielleicht war es doch keine gute Idee unsere wahren Namen zu nennen. Jedenfalls weiß er,
dass es da noch einen Dritten gegeben hat. Nick Du musst hier verschwinden, wenn er uns beobachten lässt, dann ist Deine Tarnung aufgeflogen und wenn er uns drei zusammen sieht, dann wird er ahnen, dass wir
wieder einen Fall lösen. Tut mir leid Kumpel, aber es ist nicht so gelaufen, wie es sollte. Ich bin wohl etwas eingerostet." "Bist Du nicht, bei mir ist es auch nicht so gelaufen. Ich konnte zwar
Randys Aufmerksamkeit auf mich lenken, aber mehr auch nicht. Diese Brüder sind vorsichtig und das macht sie gefährlich. Ich ziehe gleich aus und wir sollten uns überlegen, wie wir Kontakt halten."
"Das kann Roboz erledigen", sagt Murray. "Wieso, soll er mich ab jetzt besuchen", lacht Nick. "Quatsch, Roboz kann Dich an jedem Ort über Telefon erreichen ohne dass es jemand
bemerkt. Er ist sozusagen abhörsicher." "Manchmal machst Du mir richtig Angst Murray. Irgendwann fängt er auch noch an selbst zu denken." "Wer weiß!" "Gut ich werde sofort
gehen. Spätestens morgen abend hört ihr von mir." "Machs gut Kumpel und pass auf Dich auf." "Mach ich doch immer." Murray und Cody bleiben nachdenklich zurück. "Man, wenn das
alles bloß gut geht. Vielleicht ist es doch nicht so eine gute Idee gewesen wieder einen Fall zu übernehmen." "Murray was redest du da, hätten wir Max mit ihren Sorgen allein lassen sollen?"
"Nein, dass meine ich nicht, aber können wir Nick helfen, wenn Savage herausbekommt, was er heute treibt?" Diese Frage kann den beiden wohl in diesem Moment keiner beantworten, sie müssen einfach
abwarten und das Beste hoffen. Nick konnte noch vor der Ankunft von Savages Bodycards verschwinden, sodass diese sich erste einmal die Nacht untätig um die Ohren schlagen müssen. Aber schon am nächsten Morgen, wissen sie wer der Dritte Mann der Riptide Detektei war und auch was dieser heute treibt. Als Kevin Savage hört, dass Nick Ryder Detektiv des Staatsanwaltes ist,
bekommt er fast einen Tobsuchtsanfall. "Was wollen diese Kerle von uns, wissen die etwas über unsere Geschäft?" "Ryder war nicht auf der Riptide, nur die Zwei anderen Kerle die gestern hier
waren." "Bekommt heraus, ob dieser Ryder Kontakt zu seinen früheren Freunden hat und wenn, ob sie an einem Fall arbeiten." "Sollen wir diesen Ryder auch beschatten?" "Erst
einmal nicht, wenn die Drei wieder Kontakt haben und vielleicht sogar zusammen arbeiten, dann bekommt ihr ihn früher oder später eh zu Gesicht." "Seit vorsichtig bei diesem Mann, der ist mit allen
Wassern gewaschen." "So gut kann er gar nicht sein, um uns übers Ohr hauen zu können." Kevin packt einen seiner Bodygarde am Kragen und sagt ihm mit wütender Stimme: "Was meinst Du warum
er Detektiv des Staatsanwalts ist? Glaubst du, weil er ein Trottel ist?" "Nein, dass wollte ich damit nicht sagen." "Dann mach was ich dir sage und sei vorsichtig." Die Beiden
Bodygarde verschwinden. Kevin lässt sich mit seinem Bruder verbinden und erzählt ihm von dem Besuch der Beiden sogenannten Vertreter. "Meinst Du, dass Steve sie beauftragt hat und
wissen wo er ist?" "Glaube ich nicht, denn dann hätten sie mich sicher nicht besucht." "Wir müssen ihn unbedingt finden, sonst fliegt die ganze Sache auf. Was hast Du wegen der Beiden
unternommen?" "Ich habe meine Jungs auf sie angesetzt." "Gut, das sollte erst einmal reichen. Ruf mich an, wenn sie etwas herausbekommen haben." Cody und Murray
müssen sich erst einmal ein paar Tage ruhig verhalten damit ihre Schatten die Lust verlieren. Cody schaut ab und zu in der Firma nach dem Rechten und Murray sucht weiter nach Anhaltspunkten. Am Abend nimmt
Roboz Kontakt zu Nick auf. "Hallo Jungs, na wie geht’s?" "Geht so, es ist frustrierend, wenn man die Hände in den Schoß legen muss, obwohl man eine ganze Menge zu tun hat, aber Murray kann ja
unbehelligt arbeiten." "Seit Euch auch da mal nicht so sicher. Derek hat gemerkt, dass er in unserem Computernetz war und das wird auch sicher den beiden Brüdern nicht entgehen, wenn sie nur etwas
Ahnung haben." Cody ist sauer "Ich kann hier nicht einfach untätig rumsitzen, wir müssen weiter suchen, auch wenn uns diese Dummköpfe immer an den Fersen kleben." "Nehmt aber bloß keinen
Kontakt zu Julie auf, denn ich weiß nicht, ob die Brüder nicht auch sie suchen." "Denkst Du nicht, dass die wissen wo sie ist. Sie wohnt hier in L.A. und die Brüder sollten das nicht wissen."
"Das macht mich auch etwas nachdenklich, aber wohl ist mir bei dieser Frau sowieso nicht." "Nick, du mit Deiner Skepsis. Kein Wunder, dass du immer noch keine Frau hast, wenn du jede erst
unter die Lupe nimmst, bevor du sie zu einem Trink einlädst." "Cody, ich glaube nicht, dass das das richtige Thema hier am Telefon ist." "Schon gut Kumpel, war nicht so gemeint. Was
machen wir als nächstes?" "Ich bleib weiter an Randy dran. Sprecht ihr mit Max und fragt sie ob sie Julie kennt." "O.K. machen wir, bis morgen." Als Nick den Hörer aufgelegt hat,
kann er Codys Bemerkung nicht vergessen. Sollte er Recht haben? Aber wie oft hat er einer Frau schon vertraut und ist bitter enttäuscht worden. Keiner ist vor Korruption sicher, nicht mal eine Mitarbeiterin
des Staatsanwaltes. Nick erinnert sich an die schöne Zeit mit Kathy Jameson. Er hat ihr vertraut und sie wirklich geliebt, doch sie hat sich von korrupten Polizisten erpressen lassen und ihn und seinen
Freund verraten. Nick hat lange gebraucht um darüber hinweg zu kommen. Kann er einer Frau überhaupt dieses Leben zumuten. Immer in Angst ob er am Abend auch wieder nach Hause kommt und ob er überhaupt jeden
Tag kommt. Nick ist manchmal tagelang unterwegs. Kann er einer Frau dieses Leben zumuten was auch sie in Gefahr bringen kann. Er erinnert sich an Sherry und ihm steigen Tränen in die Augen. Sie musste
sterben, weil eine Verbrecherin sich an ihm rächen wollte. Nick hat dies alles seinen Freunden nie erzählt. Er muss sich zusammen reißen und sich wieder auf den aktuellen Fall konzentrieren. Er hat noch
einen Termin mit Derek und dann wird er für heute Schluss machen. Als er in Dereks Büro kommt, wartet dieser schon. "Weißt du welches heiße Eisen ihr da angefasst habt? Die Familie
Savage hat wohl in fast allen schmutzigen Geschäften ihre Finger und wir versuchen schon seit Jahren ihnen das Handwerk zu legen. Den Vater konnten wir hinter Gitter bringen, aber die Söhne arbeiten unbeirrt
weiter, so als wenn überhaupt nichts gewesen wäre." "Hast Du sonst etwas über Steve heraus bekommen?" "Nein leider nicht, alles was ich an Daten finden konnte hat sich Dein Freund Murray
auch schon geangelt. Nick, ich werde darüber hinweg sehen, aber du weißt, dass das, was er macht strafbar ist." "Ja ich weiß, aber ohne die Informationen kommen wir nicht weiter und vor allem
jetzt, wo die Beiden beschattet werden." "Wieso beschattet?" "Kevin Savage hat Lunte gerochen und seine Bodygarde auf Cody und Murray angesetzt." "Du weißt, was das für dich
heißt, Nick?" "Ja, aber es ist ja nicht das erste Mal, dass mir jemand auf den Fersen ist. Bis jetzt habe ich alles lebend überstanden." "Nick, irgendwann hast auch du mal kein Glück. Ich
mache mir eben Sorgen." "Brauchst Du nicht, ich pass schon auf mich auf." Derek blickt Nick nachdenklich an. Er kennt die Arbeitsweise von Nick und weiß, dass er sagen kann was er will, Nick
hat seinen eigenen Kopf. Das macht ihn aber auch so gut in seiner Arbeit. "Ich werde mich weiter umhören, aber Du weißt auch, dass wir handfeste Beweise brauchen und nicht nur Vermutungen, sonst können
wir keine Anklage erheben." "Sag mal, was meinst Du wie lange ich den Job hier bei dir schon mache." "Ich weiß, aber hier liegt die Sache wesentlich komplizierter. Die Brüder haben
Verbindungen überall hin und ich würde bei niemandem die Hand dafür ins Feuer legen, dass er nicht auch mit ihnen zu tun hat." "Alles klar, ich geh jetzt nach Hause und hau mich aufs Ohr. Morgen
werde ich versuchen an Randy heran zu kommen. Machs gut." Derek nickt nur erwidernd und schaut seinem Freund nachdenklich hinterher. Als Nick nach Hause kommt, sagt ihm sein Gefühl, dass
hier etwas nicht in Ordnung ist. Vorsichtig öffnet er die Haustür und schleicht ins Haus. Im Wohnzimmer ist niemand. Sollte er sich getäuscht haben? Als er ins Schlafzimmer kommt sieht er jemanden auf dem
Bett liegen. Er schaltet das Licht an und erkennt Julie. Langsam lässt er seine Waffe sinken und die Anspannung weicht etwas von ihm. Julie war auf Nicks Bett eingenickt und wird durch den Schein des Lichtes
munter. "Was machen sie in meinem Haus und wie sind sie hier herein gekommen?" "Entschuldigung Mr. Ryder, bitte nehmen sie es mir nicht übel, hier einfach so eingedrungen zu sein, aber ich
musste unbedingt mit ihnen reden." "Da hätten sie mich auch anrufen können." "Stimmt, aber wer sagt mir das nicht auch die Telefone in meinem Haus überwacht werden." "Warum
müssen sie dann aber Mitten in der Nacht in mein Haus eindringen, können sie nicht bis morgen damit warten?" "Mr. Ryder, ich weiß, dass sie mich nicht mögen und mir nicht vertrauen. Das habe ich in
ihren Augen gesehen als sie letztens bei mir waren." Nick schaut sie von unten herauf an. "Aber es gibt keinen Grund für ihr Misstrauen. Sie können mir wirklich glauben, dass ich nichts mit den
Machenschaften meines Vaters und meiner Brüder zu tun habe." Julie richtet sich langsam vom Bett auf und geht auf Nick zu. Sie streichelt sanft seine Wange und versucht sein Hemd zu öffnen. Plötzlich
fasst Nick hart nach ihrem Arm und reißt ihn nach unten. "Versuchen sie das ja nie wieder. Sie glauben wohl, ich werde bei jeder hübschen Frau schwach und vergesse meine Vorsicht?" Julie weicht
erschrocken zurück. "Nein, dass glaube ich nicht, aber da sie mir so nicht glauben wollten..." Nick ist müde und unheimlich wütend. Er weiß nicht, was er von dieser Frau halten soll. "Julie,
bitte verlassen sie mein Haus und versuchen sie so etwas nie wieder." "Mr. Ryder bitte, hören sie mir doch wenigstens nur kurz zu." "Nein ich möchte nicht zuhören." Julie will noch
einen letzen Versuch wagen, lässt es aber dann doch und verlässt niedergeschlagen Nick's Haus. Nick ist sich nicht sicher, ob er das Richtige getan hat, aber er kann sich einfach keinen Reim auf diese Frau
machen. Zu mehr Überlegungen kommt er aber nicht mehr, denn der Schlaf übermannt ihn. Am anderen Morgen machen sich Cody und Murray zu Max auf. Max hat schon geglaubt etwas positives von den
Jungs zu hören, aber was Cody und Murray ihr bis jetzt sagen können, ist nicht viel. "Sag mal Max, kennst Du ein Mädchen Namens Julie?" "Ja, warum fragst du nach ihr?" "Was weist du
über sie?" "Sie ist, bzw. war die Freundin von Mike. Steve hat sich nach seinem Tode viel um sie gekümmert und ich glaube, die beiden sind sich näher gekommen." "Max, weißt du wer Julie
ist?" "Nein wieso, ich denke ein ganz normales Mädchen aus reichem Hause." Cody erzählt Max wer Julie wirklich ist und Max muss sich erst einmal setzen. "Was heißt das Cody? Hat sie sich
an Mike und Steve heran gemacht um sie für sich zu gewinnen?" "Darüber sind wir uns noch nicht im klaren. Sie hat uns eine andere Geschichte erzählt." Nachdem Max die Geschichte gehört hat ist
sie sehr nachdenklich geworden. "Wisst ihr, es kam mir immer so vor, als wenn sie versucht hat in mir eine Ersatzmutter zu sehen. Eine Mutter die sie anscheinend nie gehabt hat." Cody denkt über
die Begegnung mit Julie nach und kommt immer mehr zu der Überzeugung, dass sie die Wahrheit gesagt hat. "Cody mir ist noch eingefallen, dass Steve ein kleines Päckchen im Hinterzimmer aufbewahrt hat.
Ich weiß nicht was drin ist, aber vielleicht sollten wir mal reinsehen." "Gut gehen wir." Die Drei gehen ins Hinterzimmer und öffnen das Päckchen. Es ist eine Diskette. "Max, weißt du was
da drauf ist." "Gott behüte Murray, ich war immer froh mit diesen Horrorkisten nichts zu tun haben zu müssen." Murray verzieht bei der Bemerkung das Gesicht, sagt aber nichts dazu. "Cody,
wir müssen aufs Boot und sehen was da drauf ist." Cody nickt bestätigend. "Max, keine Sorge, wir werden Steve schon finden." Max ist den Tränen nahe und geht. Auch Cody und Murray verlassen
das Lokal. Als sie zur Riptide gehen schauen sie sich prüfend um. "Murray hast du Savages Leibwächter gesehen?" "Nein, bis jetzt noch nicht, aber ich bin mir sicher, dass sie in der Nähe
sind." Murray hat sich nicht getäuscht. Die Leibwächter haben die Jungs immer im Auge. Es ärgert sie nur, dass sie deren Gespräche nicht belauschen können. Wahrscheinlich muss sich ihr Chef mal
persönlich mit ihnen befassen. Als die Zwei auf die Riptide kommen, klingelt das Telefon. Cody hebt ab und glaubt seinen Ohren nicht zu trauen. Am anderen Ende ist Steve. "Hört zu Jungs,
hört auf nach mir zu suchen. Ihr bringt damit nur alle in Gefahr. Geht nicht zu meiner Mutter und lasst auch Julie aus dem Spiel." Cody runzelt die Stirn. "Woher weißt du, dass wir bei Julie
waren." "Das tut nichts zur Sache. Hört einfach auf zu suchen." "Steve, das können wir nicht. Deine Mutter macht sich Sorgen und auch Julie ist in Gefahr, wenn sie wirklich das ist, was
sie vorgibt zu sein." Die Stimme am anderen Ende wir energischer. "Ihr könnt Julie vertrauen, aber bringt ihre Brüder nicht auf ihre Spur." "Soll das heißen, dass sie sie bis jetzt noch
nicht gefunden haben, obwohl sie in ein und der selben Stadt mit ihnen wohnt." "Stimmt, aber das war ein hartes Stück Arbeit. Bringt sie nicht in Gefahr." Cody will sich damit nicht einfach
zufrieden geben. "Hör zu Steve, können wir uns nicht treffen oder besser triff dich mit Nick. Der wird bis jetzt noch nicht mit uns in Verbindung gebracht." "Cody, Nick ist ein Bulle und er
hat früher mit Euch zusammen gearbeitet. Denkst du, dass die Savagebrüder blöd sind." "Nein, das denke ich nicht, aber wir haben es bis jetzt vermeiden können, dass ihre Wachhunde uns zusammen
sehen." Am anderen Ende ist plötzlich schweigen. "Steve bist du noch dran?" Es kommt keine Antwort. "Steve?" "Ja, ich bin noch dran, aber ich kann das nicht machen."
"Warum nicht, du weißt, dass Nick dir helfen kann, wenn du ihm vertraust." "Nick kann mir auch nicht helfen. Wenn ihn jemand mit mir sieht, dann ist er der Erste der ins Gras beist, bevor ich
dran bin." "Cody wird ungeduldig. "Steve rede mit uns, wir wissen nicht, wo wir anfangen sollen, es ist alles so undurchsichtig." "Cody, laß es!" Am anderen Ende wird der Hörer
aufgelegt. Cody bleibt nachdenklich mit dem Hörer in der Hand stehen. Dann legt er ihn auf und geht zu Murray. "Na hattest du Erfolg und konntest ihn orten. Ja, er ist ganz in unserer Nähe. Wir können
ihn aber nicht besuchen. Schicken wir Nick hin. "Hast du gehört, was er gesagt hat?" "Ja habe ich, er muss wichtige Informationen haben, denn sonst würden sie doch nicht jeden gleich umbringen
der mit ihm spricht." "Nick ist ja nun nicht gerade jeder. Wer weiß wer er ist, der kann sich wohl an zehn Fingern abzählen was läuft." Murray nickt zustimmend. "Funken wir also Nick
an." Doch Murray hat keinen Erfolg. "Er wird wohl wieder am Hafen unten sein und versuchen an Randy heran zu kommen." "Glaubst du wirklich, Randy hat ihn noch nicht erkannt?" Cody
ist sich auch nicht sicher aber er hofft es. Nick hat wieder seinen Platz am Pear eingenommen und nimmt einen kräftigen Schluck aus der Flasche. Er bemerkt dabei nicht, wie der Vorarbeiter
auf ihn zukommt. "Hey." Nick schrickt zusammen und schüttet sich den Whisky übers Hemd. "Mist, das war mein einziges und nun stinke ich wie ein Schnapsladen. Musst du mich so erschrecken, was
willst du?" "Du sitzt schon tagelang hier, was willst du?" "Ich sitze eben gern hier am Hafen und beobachte die Schiffe." "Das kannst du auch woanders tun, verschwinde."
"Schon gut, ich suche einen Job, aber bis jetzt hatte ich noch kein Glück. Mein kleines Laster hat alle gestört." Nick hebt demonstrativ die Flasche hoch. Der Vorarbeiter denkt kurz nach. "Was
kannst du?" "Alles, sag mir nur was und ich tue es." "Komm morgen früh um 6.00 Uhr, sei aber pünktlich und las die Flasche zu Hause." Nick erhebt sich. "Soll das heißen ich habe
den Job?" Im gehen dreht sich der Mann noch einmal kurz um. "Ich habe dir gesagt sei morgen früh pünktlich hier. Das Weitere werden wir sehen." Auf Nicks Gesicht ist ein leichtes grinsen zu
bemerken. Er scheint es geschafft zu haben. Langsam verlässt er das Pear. Der Vorarbeiter geht in die Lagerhalle zurück und zu einem Stapel Kisten. "Was denkst du?" "Er ist ein
Trinker und ich denke wir können ihn für unsere Zwecke verwenden." Randy tritt langsam hinter dem Kistenstapel vor und blickt dem davongehenden Mann hinterher. "Einen Versuch ist es wert. Geh es
aber vorsichtig an. Bei der kleinsten Ungereimtheit leg ihn um. Einen Gammler wird man nicht suchen." "Alles klar Chef." FORTSETZUNG FOLGT |